Feige 'Panachée' (alias Tigerfeige, Melonenfeige)
Herkunft & Hintergrund
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Botanischer Name: Ficus carica 'Panachée'
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Synonyme: Bourjasotte panachée, Jaspée, Melonenfeige, Tigerfeige, Bordissot Rimada, Variegata, Princessa, Limone, Stiped Tiger
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Ursprung: Frankreich; vermutlich eine Knospenmutation der Sorte Bourjasotte blanche, erstmals 1826 beschrieben (Risso), mit historischen Bezügen bis ins 17. Jahrhundert
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Besonderheit: Die gestreifte Fruchtfarbe ist das Ergebnis einer chimären Mutation – nicht vollständig stabil, daher gelegentlich Rückmutationen zu grünen Trieben (sollten entfernt werden)
Winterhärte & Regenerationsfähigkeit
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Winterhärte: Bedingt frosthart – bis ca. –13 °C (Zone 7b); in milden Regionen ausgepflanzt möglich, sonst besser im Kübel
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Regeneration: Bei Frostschäden treibt sie meist zuverlässig aus dem Wurzelbereich neu aus, aber langsamer als robuste Sorten
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Empfehlung: In kälteren Regionen frostfrei überwintern (z. B. Wintergarten, Garage mit Licht)
Wuchsverhalten & Ertrag
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Wuchs: Mittelstark bis starkwüchsig, breitbuschig; Höhe bis 5 m, Breite bis 4 m
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Ertrag: Einfachtragend (unifera)
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Sommerfeigen (Breba): Keine
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Haupternte: Spät – meist ab Ende August bis Oktober
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Hinweis: In kühleren Jahren reifen die Früchte nicht immer vollständig aus
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Früchte & Geschmack
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Schale: Turbanförmig, auffällig gelb-grün gestreift („Tigerstreifen“)
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Fruchtfleisch: Erdbeer- bis blutrot, saftig und duftend
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Größe: Mittelgroß (ca. 50–60 g)
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Geschmack: Sehr süß, aromatisch, mit feiner Honignote – gilt als Liebhabersorte mit exzellenter Qualität
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Besonderheit: Dicke Schale – gute Witterungsbeständigkeit, auch bei feuchtem Wetter
Standort & Pflege
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Licht & Boden: Bevorzugt volle Sonne, windgeschützt; durchlässiger, kalkhaltiger Boden
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Pflegeaufwand: Mittel – parthenokarp, also selbstfruchtend ohne Bestäuber
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Kübelhaltung: Empfohlen – große Gefäße nötig, da kräftiger Wuchs
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Schnitt: Rückschnitt im Frühjahr zur Formgebung; nicht-panaschierte Triebe entfernen