Kiwi und Kiwai

Kiwi und Kiwai

Kiwi sind die bekannten pelzigen Früchte aus dem Supermarkt. Sie kommen hauptsächlich aus Asien.Der Anbau in unserem Klima lohnt kaum, da die Blütenansätze im Winter im Holz bei etwa 9 Grad erfrieren. Diese Temperaturen kommen wohl jeden Winter vor. Viele wundern sich dann, daß sie zwar üppige Büsche im Garten stehen  haben aber noch nie Früchte gebildet wurden.

Für unser Klima sind die kleinfrüchtigen Kiwai oder Minikiwi optimal geeignet. Bis zu 30 Grad Frost machen ihnen nichts aus. Sie gehören zu den Kletterpflanzen und benötigen ein Gerüst oder auch alte Bäume zum klettern. Sie wachsen sehr stark und müssen durch Schnitt im Zaum gehalten werden.  Man unterscheidet die Amurkiwi aus Russland und die Kiwai in vielen Sorten. Man benötigt zur Bestäubung für mehrere weibliche Pflanze  eine männliche Pflanze. Die Hummeln übernehmen die Bestäubung auch über größere Entfernungen. Wir haben die Pflanzen bis zu 100 Meter auseinanderstehen. Die Früchte reifen je nach Sorte ab August bis in den Oktober. Sie haben kaum Säure und sind sehr lieblich. Es sind wahre Vitaminbomben und  werden am besten roh gegessen. Natürlich kann man auch Konfitüre kochen oder die Früchte  auf andere Art verwerden. Krankheiten und Schädluinge sind bei diesen Pflanzen  kaum bekannt. Wichtig ist nur, daß die Wurzeln möglichst keine Sonne abbekommen. Entweder dick mulchen oder Stauden um den Wurzelbereich pflanzen. Dazu eignen sich auch immertragende Erdbeeren. Kiwai wurzeln recht tief und brauchen  kaum Zusatzbewässerung oder Düngung.

Die kleinfrüchtigen Minikiwi mit ihrer glatten Schale setzen sich in den Gärten immer mehr durch. Sie kommen aus härteren Klimazonen und sind daher extrem frosthart und robst. Den besten Erfolg haben wir an Nordwänden, denn als Waldpflanze mögen sie keine volle Sonne. Sie wurzeln sehr tief ein und brauchen kaum Bewässerung. Eher schwach düngen und Mairol (R) Früchtekur ist hierfür sehr gut.

Ganz wichtig: Katzen werden von Kiwipflanzen magisch angezogen und können Schaden anrichten. Unbedingt die Pflanzstelle mit trockenem Reisig  abstecken, damit die Pflanzen Schutz haben!